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Mini-Bürgermeister zu Gast beim „echten“ OB

Es ist wieder Mini-Fulda-Zeit: Die Herbstferienaktion des Jugendbildungswerks der Stadt Fulda ist in vollem Gange, und 60 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren nehmen teil – sie schlüpfen in die Rollen von Erwachsenen und lernen spielerisch, wie eine Stadt und ein Gemeinwesen funktionieren. Natürlich wurde wie in jedem Jahr auch wieder ein Mini-Bürgermeister gewählt: Diesmal ist es Christos Oikonomou. Am Mittwoch stattete er seinem „Kollegen“, dem Oberbürgermeister des „echten“ Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, einen Besuch ab. Dabei hatte er seine Mini-Rathausmitarbeiter sowie die Reporter der Mini-Zeitung und der Mini-Tageschau.

OB Wingenfeld empfing die Gruppe aus Mini-Fulda in seinem Dienstzimmer und wollte zunächst von allen Kindern wissen, welche Berufe sie an diesem und den anderen Tagen gewählt hatten und wie ihnen die Ferienaktion gefalle. Ganz besonders interessiert war er zu erfahren, wie Christos seinen Wahlkampf gestaltet und wie er gewonnen hatte. Der Mini-Bürgermeister plauderte freimütig über seine Partei mit dem originellen Namen „Die kalten Döner – DKD“, mit der er sich gegen Bewerber aus Reihen der „CDU“ und der Partei „No Drama, Lama“ mit 32 Stimmen durchgesetzt hatte – er hatte übrigens im Wahlkampf jeder Mini-Werkstatt 10 Taler extra versprochen. Insgesamt, meinte Christos, sei das Amt anstrengend, aber es mache auch viel Spaß. „Das geht mir genauso“, meinte der OB daraufhin und stellte sich dann den neugierigen Fragen der Mini-Reporter, die kaum ein Thema aussparten: Von der Höhe der Steuern in „Echt“-Fulda, über das Gehalt eines Oberbürgermeisters bis hin zu dem kompletten Namen (Antwort: Heiko Hermann Volker Wingenfeld).

Der OB zeigte sich beeindruckt von der hohen Wahlbeteiligung in Mini-Fulda („da können sich die Großen mal ein Vorbild nehmen“) und von den basisdemokratischen Bürgerversammlungen, bei denen in Mini-Fulda zweimal am Tag Entscheidungen gefällt und Themen diskutiert werden. Als Anregungen der Kinder für „Echt“-Fulda nahm der OB unter anderem die Idee für eine Mountainbike-Strecke im Stadtgebiet mit.

Eine Besonderheit in Mini-Fulda sind in diesem Jahr die täglichen Außenaktivitäten: Dabei lernt eine Gruppe von Kindern – jeweils wechselnder Besetzung – bei einer kleinen Exkursion eine Einrichtung der Stadt Fulda kennen. So standen und stehen Besuche unter anderem im Klärwerk, im Schlosstheater und im städtischen Bauhof an. Am Mittwoch besuchte eine Gruppe auch das Stadtplanungsamt, wo sie von Sandra Kolb – Sachgebietsleiterin Bauleitplanung – in Empfang genommen wurde. Anhand von alten und neuen Karten und Stadtplänen erläuterte die Planungsexpertin sehr anschaulich und kindgerecht die Ziele und die Vorgehensweise der Stadtplanung und beantwortete die neugierigen Fragen der Mini-Fuldaer.

Am Freitag, 11. Oktober, dem letzten Tag der Herbstferienaktion des Jugendbildungswerks, öffnet Mini-Fulda ab 14.30 Uhr seine Türen im vhs-Kanzlerpalais (Unterm Hl. Kreuz) auch für erwachsene Besucher. Beim Tag der offenen Tür können die Eltern und alle Interessierten bestaunen, wie kreativ die Kinder in den Berufsrollenspielen waren und welche Erkenntnisse und Erfahrungen sie gesammelt haben. Die TV-Nachrichten aus Mini-Fulda sind auch im Medienprojekt Offener Kanal Fulda zu sehen.



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