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Landeswettbewerb der besten dreißig Buslotsen aus Hessen in Bebra

Fuldas Buslotsinnen und Buslotsen belegten wieder hervorragende Plätze.
Tim Ebert von der Wigbertschule ist Hessens 3. Sieger und Maren Knacker von der Mittelpunkt-schule Hilders belegte den vierten Platz. Unter den ersten zehn Platzierten waren vier Lotsen aus dem Landkreis Fulda. Den 1. Platz und somit Landessiegerin wurde Alina Rößler, Buslotsin an der Geschwister-Scholl-Schule in Niddatal. Am Dienstag dieser Woche trafen sich die dreißig besten hessischen Buslotsen zum diesjährigen Landeswettbewerb in Bebra, darunter auch neun Buslotsen von fünf Schulen aus dem Landkreis Fulda.

Freundlich und höflich, aber auch bestimmend, soll ein Buslotse sein. Er muss bei seiner täglichen ehren-amtlichen Tätigkeit Kompetenz beweisen. Dies sind nur einige der vielen Eigenschaften, die eine Buslotsin oder ein Buslotse auszeichnen. Dies alles sollten die dreißig Buslotsen beim Landeswettbewerb in der Berufsschule in Bebra unter Beweis stellen. „Wieder ein toller Erfolg und eine Bestätigung für die Kontinuität der guten Buslotsenarbeit an den Schulen im Landkreis“, kommentierte der Verkehrswachtvorsitzende Gerhard Brink. Dieser Landeswettbewerb wird schon zum 14. Mal von der Landesverkehrswacht Hessen e.V. veranstaltet. Er besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Es ging gleich richtig zur Sache. Jeweils zwei Buslotsen, die sich nicht kannten, erhielten eine Aufgabe für ein gemeinsames Rollenspiel. Bei diesem Rollenspiel wurde Verhalten, Kommunikation, Gestik und Mimik, sowie das Geschick bei der Lösung verschiedener Problemsituationen, die im Schulbus oder an der Bushaltestelle auftreten können, nachgespielt und von einer Jury bewertet.

Geschickt und souverän lösten die Buslotsen manch‘ heikle Situation.
„Unmittelbar vor dem Rollenspiel war ich etwas nervös. Als ich meine Aufgabe las, die ich als Buslotse an der Bushaltestelle lösen musste, wurde ich wieder ruhiger“, sagte Tim Ebert. Seine Aufgabe laut Drehbuch: „Ein Mitschüler findet deine Tätigkeit als Buslotse uncool und nicht erforderlich!“ Seine Rollenspielpartnerin war Marie-Fe Reker aus Wetzlar.

Tims Aufgabe lautete: „Wie reagierst Du, wie kannst Du ihn von der Wichtigkeit deiner Tätigkeit überzeugen?“
„Nach dem Rollenspiel aber hatte ich ein ganz gutes Gefühl“, sagte Tim und schmunzelte. Weitere Elemente des Landeswettbewerbes waren ein Wissenstest, der speziell für Buslotsen wichtige Fragen enthielt und das Schätzen von Fahrgeschwindigkeiten eines Polizeimotorrades und eines Polizei-busses. Abschluss bildete ein Teamspiel.

Die Zweitplatzierte Maren Knacker von der Mittelpunktschule in Hilders fasste es zusammen: „Super gelaufen, ich war heute zum ersten Mal bei einem Buslotsenlandeswettbewerb dabei und habe einiges Neue erfahren. Es war ein toller Tag für mich, aber nach dem Rollenspiel merkte ich, wie aufgeregt ich doch war!“ Maren hatte auch eine schwierige Aufgabe zu lösen: „Mehrere Schüler sitzen in der hinteren Sitzreihe des Schulbusses. Einer hält eine Dose Haarspray in der einen und ein Feuerzeug in der anderen Hand. Die daneben sitzenden Schüler haben Angst!“ Ihre Aufgabe lautete: Wie verhältst Du Dich, was machst Du? Maren ging professionell vor und zog auch zur Erledigung ihrer Aufgabe den Fahrer des Schulbusses mit hinzu.

Die weiteren Buslotsen, nach Schulen geordnet, waren:

Christina Tukscher – Jahnschule Hünfeld
Alyah Hillenbrand – Jahnschule Hünfeld
Robin Schultheis – Wigbertschule Hünfeld
Jeremy Berg – Johannes-Kepler-Schule Neuhuf
Johanne Goldbach – Mittelpunktschule „Hohe Rhön“ Hilders
Laura Bombach – Von-Galen-Schule Eichenzell
Marvin Woschny – Von-Galen-Schule Eichenzell

Die „Fuldaer“ Buslotsen wurden begleitet von Gerhard Brink und dem Vorstandsmitglied Hermann Stieler. Weiterhin mit dabei waren die beiden Schulbuskoordinatoren und Fachlehrer von der Jahnschule Max Ostrowski und Sebastian Albrecht von der Von-Galen-Schule.

Vor dem gemeinsamen Mittagessen hatten die Buslotsen noch Gelegenheit zum Erfahrungsaustauch.
Als Schwerpunkt ihrer Tätigkeit bezeichnete Laura Brombach von der Von-Galen-Schule in Eichenzell das Drängeln und Schubsen an der Bushaltestelle und beim Einsteigen. Der Fachlehrer Sebastian Albrecht ergänzte: „Schulbuslotsen dürfen keine Gewalt anwenden. Zur Lösung von alltäglichen Situationen in den Schulbussen ist deshalb soziale und kommunikative Kompetenz gefragt, die Körpersprache, Gestik und Mimik muss das Gesprochene unterstützen!“

Gerhard Brink bewertete das Ergebnis als gemeinsamen Erfolg aller im Landkreis Fulda tätigen Institutionen, den Schulen, dem Schulverwaltungsamt des Landkreises und dem Polizeipräsidium Osthessen. Aber vor allem gratulierte der Verkehrswachtvorsitzende den Buslotsen für ihr sehr professionelles und routiniertes Auftreten beim Wettbewerb. Alle rund 530 Buslotsen im Landkreis Fulda sorgen ehrenamtlich für die Sicherheit an der Schulbus-haltestelle, beim Ein- und Aussteigen sowie während der Fahrt. Sie schlichten Streit zwischen den Schülern und verhindern durch Ihre Anwesenheit und ihr Auftreten Sachbeschädigungen im Schulbus. Eine bemerkenswerte Leistung: Schüler übernehmen Verantwortung für Schüler! Jeder teilnehmende Buslotse erhielt eine Urkunde sowie ein Präsent. Die ersten sechs Sieger bekamen zusätzlich einen Geldpreis überreicht.



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