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Fuldaer ZdK-Delegierte votieren für den synodalen Weg in der katholische Kirche

„Es ist ein gutes Signal, dass wir von nun an in Deutschland gemeinsam, Bischöfe und Laienvertreter, den Synodalen Weg gehen“, betont Steffen Flicker, der Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Fulda, der zugleich auch Mitglied im ZdK (Zentralkomitee der Deutschen Katholiken) ist. Flicker hat gemeinsam mit den beiden anderen Fuldaer ZdK- Delegierten, Bettina Faber-Ruffing (Flieden) und Marcus Leitschuh (Kassel) am vergangenen Wochenende an der ZdK-Vollversammlung in Bonn teilgenommen. Dort wurde mit überwältigender Mehrheit beschlossen, den Synodalen Weg zu gehen.

Im Rahmen des Synodalen Weges werden Beratungen zu vier Sachbereichen vorgenommen: „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“, „Macht und Gewaltenteilung“, „Priesterliche Lebensform“ und „Sexualmoral“. „Es gibt eine hohe internationale Aufmerksamkeit für den Synodalen Weg und inzwischen auch schon eine internationale Ausstrahlung auf Entwicklungen in der Schweiz, in Österreich und Frankreich“, unterstreicht Bettina Faber-Ruffing.
„Auch in Rom ist die Aufmerksamkeit groß, wie wir alle wissen. Der ermutigende Brief von Papst Franziskus an die Gläubigen in Deutschland ist ein historisches Signal der Wertschätzung und Unterstützung unseres Synodalen Wegs. Die Einheit mit der Weltkirche wird von keinem der am Synodalen Weg Beteiligten in Frage gestellt“, hebt Marcus Leitschuh hervor.

Einen Gegensatz zwischen strukturellen Reformen und geistlicher Vertiefung, wie ihn Kritiker vorwerfen, sehen die Fuldaer Delegierten nicht. Im gemein- samen Beten, in der respektvollen Debatte, dem gegenseitigen Zuhören werde der Synodale Weg spürbar machen, dass dies ein geistliches Ereignis sei. „Unsere zentrale Aufgabe ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die katholische Kirche in unserem Land verlorenes Vertrauen zurückgewinnen kann. Nur unter dieser Voraussetzung kann die Kirche, können wir evangelisieren und unseren Auftrag, die evangeliumsgemäße Umgestaltung von Kirche und Welt, mit Gottes Hilfe erfüllen. Vertrauen wir auf den Heiligen Geist, dass alle am Synodalen Weg Beteiligten die Offenheit besitzen, sich in die Perspektive der jeweils anderen hinein zu versetzen und zu einem vertieften gemeinsamen Verständnis zu gelangen“, betont Steffen Flicker.

Der Synodale Weg sei für alle Beteiligten Neuland und entwickle sich tat- sächlich erst beim Gehen. Gleichzeitig sei die öffentliche und innerkirchliche Beobachtung und Erwartungshaltung sehr anspruchsvoll. Man sei nach allen Gesprächen mit Bischöfen gewiss, dass es einen erklärten Willen gibt, den erreichten Grad der Einigkeit zwischen Bischöfen und Laienvertreter nicht wieder aufzugeben und den Worten und gemeinsam verantworteten Beschlüssen auch Taten folgen zu lassen. Den Fuldaer Katholikenrat wird Markus Leitschuh, Kassel, beim Gesprächs-Prozess des Synodalen Weges vertreten.

Im Rahmen der ZdK-Vollversammlung am 22. November wurde Dr. Stefan Vesper nach 20 Jahren als Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken verabschiedet. Die Feier wurde von Kerstin und Marcus Leitschuh moderiert. Die Fuldaer Abgeordneten Bettina Faber-Ruffing, Steffen Flicker und Marcus Leitschuh bedankten sich bei Dr. Vesper und gaben ihm mit einem Schwartemagen einen Gruß aus Fulda mit auf den Weg. Nachfolger von Stefan Vesper ab 1. Januar 2020 ist Marc Frings, der seit 2015 das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah leitet.



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